Philosophie

„Nichts ist so beständig wie die Veränderung.“

Gärten und Häuser sind ein guter Spiegel der Menschen, die dort leben.
Es ist Gärten und Häusern anzusehen, ob es den Menschen dort gut geht oder nicht, wie die familiären und nachbarschaftlichen Verhältnisse strukturiert sind. Das Äußere nimmt atmosphärische Gestalt innerer Prozesse an.

Menschen, die mit Anfragen zu uns kommen, wünschen die Veränderung.

Über die Annäherung an die Natur im Außen kann ich mich auch wieder mit Fragen über die eigene menschliche Natur auseinander setzen: Wer bin ich? Wie will ich sein? Wie will oder kann ich mich ausdrücken?

Natur heißt: Aus sich selbst entstanden. Der Garten ist ein Stück Land, über das ich meinen Willen einen Ausdruck geben kann.

Es ist ein Urbedürfnis des Menschen, etwas zu gestalten, zu spielen, auszuprobieren, etwas zu ordnen, um sich selbst verstehen zu lernen. Nicht nur Kinder wollen spielen – auch Erwachsene. Im Spiel erfährt der Mensch sich selbst.

So wie die Natur, unsere Erde, die unsere „Spielfläche ist

    zu circa 70% aus Wasser und circa 30% aus mineralischen Anteilen
    und Feststoffen besteht

ist auch der menschliche Körper aufgebaut.

Ist es Zufall, dass Wasser bei circa 36/37° den niedrigsten Energieverlust hat – was der Körpertemperatur des Menschen entspricht?

Womit spielen Kinder aus sich heraus, falls sie dieses in ihrem natürlichen Umfeld vorfinden?
Mit Wasser, mit Steinen, mit Erde.
Ein Kind, das damit spielen darf, setzt sich intuitiv damit auseinander, es stellt einen Bezug her zu sich und seiner Umwelt und diese Bilder wird es immer in sich tragen, egal wie alt es einmal werden wird.

Es macht einen Unterschied, ob ich ein vorgefertigtes Spielzeug aus Plastik berühre, das immer gleich ausschaut oder ob ich mir eine Welt erschaffe, die ich mit meinen eigenen inneren Bildern füllen darf.

Zur Zeit ist es für viele Menschen ein Bedürfnis, wieder genau dahin zu kommen, nicht mehr virtuellen, fiktiven Werten hinterher zu laufen, sondern realen. Und ich erfahre mich auch wieder als der Gestalter meines Umfeldes und nicht mehr nur als Nutznießer des von anderen Vorgesetzten und Vorgedachten.

Naturerlebnisgärten sind Gärten, die die Vielfalt und Wandlungsfähigkeit der Natur nachbilden, wo ich Werden und Vergehen und immer wieder Neues entdecken darf.

Viele solcher Naturerlebnisgärten entstehen in Gemeinschaftsprojekten.

Schulen und Kindergärten wollen Räume schaffen, in denen die Kinder ihrem Bedürfnis nach Bewegung, der Freude an den kleinen (großen) Dingen, nach Kreativität nachkommen können.

Solche Projekte verwirklichen sich durch das Engagement von Schul- bzw. Kindergartenleitung, Eltern und Kindern.

Das gemeinschaftliche Miteinander drückt sich in folgenden Einheiten aus:

  • Gemeinsam ein Ziel formulieren.
  • Gemeinsam die Zeiten der Bauphasen miteinander verbringen.
  • Gemeinsames Essen.
  • Gemeinsam Erfahrungen austauschen.